Seltenes Ereignis

Werner Heyman vom Löschzug Lobberich wechselt in die Ehrenabteilung bei erreichen der Regelrentenzeit


Es ist ein seltenes Ereignis, dass ein aktives Feuerwehrmitglied mit dem Erreichen der Regelrentenzeit von 67 Jahren in die Ehrenabteilung überstellt wird. Für den Kamerad des Löschzuges Lobberich Werner Heyman, der im Juli 1979 der Feuerwehr Nettetal beitrat, trat dieses nun zu. Nach mehr als 42 Jahren und 10 Monaten, am Tage seines Geburtstages, schlug nun die Zeit zum Abschied des passiven Daseins in der Feuerwehr.

Die Kameradinnen und Kameraden des Löschzugs würdigten Werners Einsatz mit einer Überraschung. Zu seinem letzten aktiven Dienst holte man ihn mit allen Fahrzeugen, natürlich auch optisch und akustisch, an seinem Wohnsitz ab.

Werner war ein wenig irritiert, als der Löschzug vor seinem Haus hielt und er es nicht sofort einordnen konnte, was dort gerade geschah. Er war der Meinung, in seiner Nachbarschaft sei gerade ein Einsatz, von dem er nichts mitbekommen hat. Weitgefehlt, alles zu seiner Ehr. Über diese Geste freute sich der Kamerad herzlichst und lud den Löschzug zu einem gemütlichen Beisammen sein ein. In einem kleinen feierlichen Rahmen erinnerte und würdigte Löschzugführer Jörg Peschkes an den Werdegang und die menschlichen Besonderheiten.

Als Zeichen des Dankes für sein Wirken im Löschzug Lobberich überreichten Löschzugführer Jörg Peschkes und sein Stellvertreter Johannes Boyxen in einer Collage zusammengestellt, den ersten und letzten Einsatzbericht sowie sein letzter Helm mit allen Unterschriften der Mitglieder des Löschzugs. Sichtlich bewegt unter dem Applaus der Anwesenden nahm Werner die Ehrung entgegen.

Bei dieser Ehrung sollte es aber nicht bleiben, da er sich während der Hochwasserkatstrophe im vergangenen Jahr ebenfalls einsetzte, verlieh ihm das Land Nordrhein-Westfalen die Helfer-Medaille des Landes.